“When I dare to be powerful – to use my strength in the service of my vision, then it becomes less and less important whether I am afraid.”
A Woman Speaks by Audre Lorde
Moon marked and touched by sun
my magic is unwritten
but when the sea turns back
it will leave my shape behind.
I seek no favor
untouched by blood
unrelenting as the curse of love
permanent as my errors
or my pride
I do not mix
love with pity
nor hate with scorn
and if you would know me
look into the entrails of Uranus
where the restless oceans pound.
I do not dwell
within my birth nor my divinities
who am ageless and half-grown
and still seeking
my sisters
witches in Dahomey
wear me inside their coiled cloths
as our mother did
mourning.
I have been woman
for a long time
beware my smile
I am treacherous with old magic
and the noon's new fury
with all your wide futures
promised
I am
woman
and not white.
Lordes first volume of poems, The First Cities, was published in 1968. In 1968 she also became the writer-in-residence at Tougaloo College in Mississippi, where she discovered a love of teaching. In Tougaloo she also met her long-term partner, Frances Clayton. The First Cities was quickly followed with Cables to Rage (1970) and From a Land Where Other People Live (1972), which was nominated for a National Book Award. In 1974 she published New York Head Shot and Museum. Whereas much of her earlier work focused on the transience of love, this book marked her most political work to date.
In 1976, W.W. Norton released her collection Coal and shortly thereafter published The Black Unicorn.Audre Lorde with writers Meridel Le Sueur (middle) and Adrienne Rich (right) at a writing workshop in Austin, Texas, 1980
Poet Adrienne Rich said of The Black Unicorn that "Lorde writes as a Black woman, a mother, a daughter, a Lesbian, a feminist, a visionary; poems of elemental wildness and healing, nightmare and lucidity." Her other volumes include Chosen Poems Old and New (1982) and Our Dead Behind Us (1986). Poet Sandra M. Gilbert noted not only Lorde's ability to express outrage, but also that she was capable of "of rare and, paradoxically, loving jeremiads." Although her work gained wide acclaim, she was also sharply criticized. In an interview in the journal Callaloo, Lorde responded to her critics: "My sexuality is part and parcel of who I am, and my poetry comes from the intersection of me and my worlds. . . . Jesse Helms's objection to my work is not about obscenity . . .or even about sex. It is about revolution and change. . . . Helms knows that my writing is aimed at his destruction, and the destruction of every single thing he stands for."
'Wenn ich es wage, kraftvoll zu sein - meine Stärke im Dienst meiner Vision einzusetzen, dann wird es immer weniger wichtig, ob ich Angst habe.'
Audre Lorde, geboren am 18. Februar 1934 in New York, New Yorkgestorben am 17. November 1992 in Christiansted, St. Croix, U.S. Virgin Islands,US-amerikanische Dichterin und Aktivistin

So beschrieb Audre Lorde die vielfältige Identität, aus der ihr Leben und Schreiben Kraft und Richtung bezog. Durch ihre das Leben genau beobachtenden und befragenden Gedichte und Essays wurde Lorde zu einer der wichtigsten Theoretikerinnen der Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre. Eine Kultfigur für junge Feministinnen jeglicher Hautfarbe, lehrte sie uns damals neue Denkweisen, die uns heute als selbstverständlich gelten. Vor allem wies sie uns auf die Notwendigkeit hin, über unsere Unterschiede nachzudenken und zu sprechen, damit sie nicht trennende Kluft bleiben, sondern eine Quelle der Kraft und tieferen Verbindung werden.
Audrey Geraldine Lorde war die Tochter von ImmigrantInnen aus Grenada, die sich in Harlem niederließen. Die katholischen Schulen, die sie besuchte, waren eine Erziehung im Anders-Sein, brachten Audre (wie sie sich selbst nannte) neue Erfahrungen als Schwarze im weißen Amerika. Um ihre Gefühle auszudrücken, schrieb sie Gedichte.
Lorde studierte 1954–59 am Hunter College und lernte in Greenwich Village die Kultur der schwulen Bars kennen, die sie in ihrem “mythobiographischen” Buch Zami (1980) beschreibt. Während der 60er Jahre arbeitete sie als Blibliothekarin, heiratete und bekam zwei Kinder. Die Ehe wurde geschieden, und Lorde lebte bis an ihr Lebensende mit Frauen. Sie veröffentlichte Gedichte und engagierte sich in der BürgerInnenrechts-, Antikriegs- und Frauenbewegung.
Lorde studierte 1954–59 am Hunter College und lernte in Greenwich Village die Kultur der schwulen Bars kennen, die sie in ihrem “mythobiographischen” Buch Zami (1980) beschreibt. Während der 60er Jahre arbeitete sie als Blibliothekarin, heiratete und bekam zwei Kinder. Die Ehe wurde geschieden, und Lorde lebte bis an ihr Lebensende mit Frauen. Sie veröffentlichte Gedichte und engagierte sich in der BürgerInnenrechts-, Antikriegs- und Frauenbewegung.
1968 ging Lorde als “poet in residence” ans Tougaloo College, Mississippi. Diese Erfahrung bestärkte sie in ihrer Überzeugung, daß Dichtung kein überflüssiger Luxus sei, sondern notwendig zum Überleben. Mit anderen Aktivistinnen engagierte sich Audre Lorde für Frauen in Südafrika und gründete einen Verlag von und für farbige Frauen (Kitchen Table: Women of Color Press). Sie lehrte am Hunter College der City University of New York, wo sie 1987 den Thomas–Hunter–Lehrstuhl innehatte. 1991 bis 1993 war sie Poet Laureate des Bundesstaates New York. Durch Workshops und Seminare, die sie in Berlin abhielt, spielte Lorde beim Beginn der afrodeutschen Frauenbewegung auch eine Rolle.
1977 bis 1979 schrieb sie – als eine der ersten aus der Perspektive einer afroamerikanischen Lesbe – über ihre Erfahrung mit Brustkrebs (The Cancer Journals, 1980; Krebstagebuch 1994). Sie wollte Kraft und Wissen aus ihrem Leiden schöpfen und weitergeben, wie sie auch in dem 1988 erschienenen A Burst of Light (Lichtflut) über den Sinn des Leberkrebses nachdachte, der ihr schließlich das Leben nahm.
'Ich bin zu der Überzeugung gekommen, wieder und wieder, daß das, was mir am wichtigsten ist, ausgesprochen, in Worte gefaßt und mit anderen geteilt werden muß, auch auf die Gefahr hin, daß es dabei entstellt oder mißverstanden wird.'


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